Biographien

ist Regisseurin und Schauspielerin in Frankfurt am Main. Ihre Schwerpunkte liegen auf der Darstellung von großen Frauengestalten aus Geschichte und Gegenwart, wie u. a. Schillers Die Jungfrau von Orleans oder der Petra Kelly in dem Stück Primadonna/Schwerer Held. Als Regisseurin erarbeitet sie mit Jugendlichen Theaterstücke und inszeniert Texte junger Autoren. Jedes Projekt ist geprägt von ihrem gesellschaftspolitischen Blick auf Zeiterscheinungen mit besonderem Akzent auf der Rolle der Frauen. Unter dem Markenzeichen be-frankfurt realisiert sie spartenübergreifende Projekte mit Bildenden- und Video-KünstlerInnen, TänzerInnen und MusikerInnen. In ihren Lesungen stellt sie klassische und zeitgenössische Texte vor mit dem Anspruch, den klassischen ihre Eigenart und Schönheit zu erhalten, ihnen jedoch das Antiquierte und ihre ‚Verstaubtheit’ zu nehmen und sie mit neuer, lebendiger Frische einem zeitgenössischen Publikum nahe zu bringen.

Pressestimmen zu Barbara Englert:

"... In der Sprache ist längst alles da, und Barbara Englerts Spiel beweist es in jeder Szene, in jedem Vers eindringlich aufs neue. Sie ist es, die in dieser Inszenierung alles entscheidet. Das ist großartig. ‚Verteufelt human’, mag sein, ist diese ‚Iphigenie’. Und wirkt kein bißchen angestaubt.“Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Virtuos ist das Spiel Barbara Englerts – Respekt für einen ganz großen Theaterabend." Frankfurter Rundschau

Barbara Englert was born in 1960 in Frankfurt am Main, Germany.

After her studies at the University of Music and Performing Arts in Frankfurt am Main she worked as an actress at the city and state theatres of Freiburg, Essen and Stuttgart. In 1993 she returned to her native town and started working as a freelance actress with several theatre groups until she founded her own – the “Primadonna/Schwerer Held” – with a fixed performance venue at the Brotfabrik Frankfurt.

A major focus of her work is the representation of great historical or contemporary women figures such as Joan of Arc, in Friedrich Schiller’s The Maid of Orleans, or Petra Kelly, in Wolfgang Spielvogel’s play Primadonna/Schwerer Held. For that latter she was awarded in 1996 the first prize at the Politics in Independent Theatre Festival (Festival Politik im freien Theater), in which one year later she participated as jury member.

As theatre director she has worked with adolescents, creating and developing plays such as Wolfgang Spielvogel’s Ich und mein Onkel, which dealt with the participating Turkish and Kurdish teenagers’ own personal stories. She has also directed Friedrich Schiller’s play Don Karlos, played by secondary school pupils. All her projects are conceptually and scenically shaped by her socio-political views on current phenomena, with an emphasis on the role of women.

In her staged readings she presents classical and contemporary texts and does justice to her own claim to preserve the uniqueness and beauty of classical texts, simultaneously liberating them from their antiquated features and “mustiness” in order to bring them closer to contemporary audiences with new and vivid freshness.

Since 2004 she has been developing boundary transcending projects in cooperation with visual artists, dancers and musicians, also creating productions as room, light and sound installations. Having expanded the stage space in diverse projects with partners from different art forms, she then moved on to new ground, developing projects in which more and more the stage space is abandoned and the public space it taken as the stage, as in Clemens J. Setz’s play Mauerschau. The German premiere of the play took place where previously had been the rooftop coffee bar (Dachcafé) of the shopping mall Zeilgalerie in Frankfurt, meaning that passers-by were able to follow the rehearsals and the performance.

In 2014 she was awarded the “Berg-Berndt-Preis” for her theatre production of Georg Büchner’s novel LENZ, in which she worked with young street artists.

Barbara Englert’s and Pola Sell’s exhibition of the theatre and video installation “DER GROßE KRIEG UND DIE FRAUEN” (The great war and the women) was on display for ten days at the main hall of Frankfurt’s central train station and will be shown at other central train stations in Germany.

überträgt englische und amerikanische Lyrik (Ted Hughes, Sylvia Plath und Lily Brett) und fungiert als Herausgeberin von Anthologien (Shakespeare, Liebesgedichte und Poetische Liebesszenen). Für das freie Theater in Frankfurt erarbeitet sie thematische szenische Lesungen zu klassischen und zeitgenössischen Autorinnen und Autoren in unmittelbarer Zusammenarbeit mit der Regisseurin und Schauspielerin Barbara Englert. 

(*1983) ist Humangeographin, freie Redakteurin und Filmemacherin. Sie absolvierte den Magister Artium an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz und besuchte die Summerschool zum ethnographischen Film an der Georg-August-Universität Göttingen. Während ihres Studiums arbeitete sie in New York im Video Department von GOOD Magazin. Im Anschluss an ihr Studium absolvierte sie ein Redaktionsvolontariat bei der Frankfurter Filmproduktion Nimbusfilm. Zahlreiche Reisen und Forschungsaufenthalte führten sie nach Asien,  Afrika und Lateinamerika. Aktuell arbeitet Pola Sell zusammen mit der Filmemacherin Melanie Gärtner an einem Dokumentarfilmprojekt über afrikanische Migranten in Marokko (Gefördert von der Filmförderung Hessischer Rundfunk)

Neben dem dokumentarischen Arbeiten ist Pola Sell auch als Videokünstlerin in Theater und Musikprojekten aktiv. Bei der Performancegruppe „TheArtOfFusion“ mischt sie die Projektionen live und synchron auf die Musik und produziert in Eigenregie Webclips.

Sie begleitete die Entwicklung der Theaterinszenierung LENZ als Filmemacherin von Anfang an und entwarf parallel dazu die Bühneninstallationen.

Filmografie von Pola Sell:

„Hinter mir liegt nur die Zukunft (AT) – dokumentarischer Langfilm über afrikanische Migranten in Marokko – in Arbeit.

„Ein Haus aus Glas“ – dokumentarischer Kurzfilm über eine Familie, die auf einem Bürgersteig in Mumbai lebt.

„Afghanistan, eine andere Wahrheit“ – Ausstellungsfilm über den Fotografen Jürgen Baumhauer.

„The Art Of Fusion – Die Kunst der Verflechtung“ – 2010 – Portrait eines Performanceprojektes (mit Laura Auriole) – gefördert durch das Kulturamt Frankfurt am Main

„Für Alle Felle Eggers - Arbeitswelten in Göttingen“ – 2009 – (mit Sara Özbakay und Maria Schrammel) – Summerschool "Ethnographischer Film" in Göttingen

spielte im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks die Ouvertüre Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn Bartholdy zu der Kurzfassung der Shakespeareschen Komödie. 

tanzte in So nah mit ihr die junge Bettina Brentano und gab entscheidende Impulse für die Choreographie.

ist Musiker und Performer. Für das Tanztheaterstück So nah mit ihr bearbeitete er Originalkompositionen der Bettine, gestaltete den Musikteil und begleitete auf dem Klavier.

ist Fotokünstler in Frankfurt am Main. Sein Interesse gilt dem „Menschenbild“. Er fotografiert alle Theaterproduktionen seiner Schwester Barbara Englert. Zusammen mit ihr und Jutta Kaußen entstand das Fotokunstprojekt MOMENTUM. Dichter in Szenen, in dem es um die Positionen herausragender deutschschreibender Autorinnen und Autoren geht. Er stellt national und international aus und beteiligt sich mit seinen Fotografien an thematischen Ausstellungen.

ist Video-, Sound- und Installationskünstler. Für be-frankfurt führte er in Don Karlos die Klangregie, in Allein mit der Leiche entwickelte er die Licht- und Soundinstallation und für MAUERSCHAU von Clemens J. Setz gestaltete er die Bühneninstallation.

entwarf das Bühnenbild für Iphigenie von Goethe und Bühnenbild und Kostüme für Unter dem Pflaster liegt der Strand von Anna Stein.

drehte zusammen mit Uschi Madeisky die Videos für Iphigenie von Goethe und die Videos für So nah mit ihr.

entwarf für Judith und Holofernes und Kassandra die Video-Bühneninstallation und filmte.

spielte in der Deutschen Erstaufführung der MAUERSCHAU von Clemens J. Setz den „Georg“.

schrieb den Text zu Allein mit der Leiche und arbeitet, wenn sie in Frankfurt ist, künstlerisch bei Produktionen von be-frankfurt mit.

komponierte und spielte live bei den Vorstellungen die Musik zu Unter dem Pflaster liegt der Strand von Anna Stein.

ist Gründerin und Leiterin des „Jungen Ensembles“. In So nah mit ihr tanzte sie die „alte Bettine“ und zeichnete verantwortlich für die Choreographie.