Lesungen

Perspektiven auf das Selbstverständnis der Frau bei Sylvia Plath und heutigen Schriftstellerinnen

Thementag mit Lesungen und Gespräch im Haus am Dom, Frankfurt am Main. 23. November 2013

10.00 Uhr – 12.00 Uhr – Sylvia Plath: Leben und Werk. Mit Barbara Englert und Jutta Kaußen

Sylvia Plath (1932 – 1963) ist die Dichterin, die den Lesenden permanent Rätsel aufgibt: Ihr Werk, Leben und Lieben sind so miteinander verknüpft, dass es kaum mehr möglich ist, sie auseinanderzuhalten und getrennt voneinander zu betrachten.

14.00 Uhr – 16.30 Uhr. Lesungen und Gespräch mit Franziska Gerstenberg und Silke Scheuermann.

Die in Karlsruhe geborene Schriftstellerin Silke Scheuermann deckt Einflüsse von Sylvia Plath im eigenen literarischen Schaffen auf und stellt ihr die Jugend von heute gegenüber. Die Dresdnerin Franziska Gerstenberg setzt Versatzstücke aus Tradition und Internet zu einem neuen Rollenspiel zusammen.

Bettina Brentano und Karoline von Günderrode. Freundinnen.

Szenische Lesung mit Originaltexten von Bettina von Arnim und Karoline von Günderrode, montiert von Jutta Kaußen

Die Freundschaft von Bettina Brentano und Karoline von Günderrode beginnt in Frankfurt während der Zeit der Napoleonischen Kriege. In ihrer Phantasie treten sie große Reisen an und überschreiten die enggezogenen Grenzen ihrer Welt. Fröhlich-spielerisch macht die eine hochfliegende Pläne, die andere schreibt sehnsüchtige Gedichte und exotische Dramen. Zwei Jahre währen ihr Glück und ihre Gemeinsamkeit, dann zerbricht die Freundschaft auf Intervention des heimlichen, da verheirateten Geliebten der Günderrode. Wenige Wochen später begeht die Dichterin in Winkel am Rhein Selbstmord.

Briefe aus der Zeit seiner ersten italienischen Reise

Vortrag von Dr. Volker Giel (Leipzig/Weimar) und Lesung von Barbara Englert (Frankfurt am Main)

Goethes Briefe aus der Zeit der italienischen Reise von September 1786 bis Juni 1788 erscheinen im 7. Band der neuen Gesamtausgabe erstmals in historisch-kritischer Textgestalt und mit einem umfassenden Kommentar. Der fast zwei Jahre währende Aufenthalt in Italien wurde in Goethes Erinnerung zur glücklichsten Zeit seines Lebens.

Liebesgedichte und Liebesszenen von William Shakespeare

Textzusammenstellung: Jutta Kaußen

Shakespeare, der Mann des Jahrtausends (Time Magazine), hat die berühmtesten Liebespaare und die spannendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur erfunden, die, obwohl schon 400 Jahre alt, selbst im heutigen Medienzeitalter ihr Publikum in den Bann ziehen.

Barbara Englert spielt die berühmtesten Liebesszenen, liest eine Auswahl der schönsten Sonette und verstreut in den Stücken erschienene Lieder und Gedichte.

Lily Brett und die Kinder der Überlebenden des Holocaust, Teil I

Soirée. Szenische Lesung und Gespräch mit Barbara Englert, Schauspielerin, Regisseurin und Eldad Stobezki, Kenner und Übersetzer israelischer Literatur

Dramaturgie: Jutta Kaußen

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Lily Brett, Tochter von Holocaust-Überlebenden, inmitten von jüdischen Familien in Australien, die eine ähnliche Geschichte wie ihre eigene hatten und darüber schwiegen.

Lily Brett und die Kinder der Überlebenden des Holocaust, Teil II

Soirée. Mit Barbara Englert (Schauspiel), Jutta Kaußen (Dramaturgie) und Eldad Stobezki (Literaturvermittlung, Übersetzung)

„Wenn Sie Eltern haben, die sehr traumatisiert wurden, dann ist nichts, was Ihnen selbst passiert, vergleichbar … aber auch die Kinder der Täter hatten große Probleme. Das gleiche Schweigen, die gleiche Schuld, die gleiche Scham.“ Lily Brett, Tochter von KZ-Überlebenden, hat ihr Werk der Erforschung des Holocaust und dem Verständnis und der Versöhnung von Opfern und Tätern gewidmet.

 

Lily Brett und die Kinder der Überlebenden des Holocaust, Teil III

Soirée. Szenische Lesung und Gespräch. Mit Barbara Englert, Jutta Kaußen und Eldad Stobezki. 

Die weiblichen Hauptfiguren in Bretts Romanen ähneln einander auffallend. Mit ihren jeweiligen persönlichen Geschichten erzählt die Autorin mit sprühendem Witz und Humor stellvertretend jene ihrer Generation.

Special feature: Fleischbällchen von Eldad Stobezki nach Rezepten von Lily Brett aus „Chuzpe“.

Schiller und die Frauen

Szenische Lesung. Gedichte, Briefe und Szenen von Friedrich Schiller.

Mit Barbara Englert. Text und Textzusammenstellung: Jutta Kaußen
Für Alexander Paul Englert

Bis er sich seinen Traum von einem geordneten Familienleben verwirklichen konnte, fühlte sich der große deutsche Dichter zwischen Frauen höchst unterschiedlichen Herkommens und verschiedener Temperamente hin- und hergerissen. Ihre Bedeutung und ihren Einfluß, wie auch die seltsamen erotischen Verwicklungen, die sich ergaben, schildern seine Briefe. Wie sie überdies in die Darstellung der großen Frauenfiguren in seinem Dramenwerk eingegangen sind und in welche Konstellationen er sie gestellt hat, zeigt die szenische Lesung.

Barbara Englert liest Gedichte und Briefe und spielt ausgewählte Szenen.

Eine Lesung von und mit Barbara Englert

Am Klavier: Jacob Bussmann

Gedichte und Texte von Ingeborg Bachmann, Marion Gräfin Dönhoff, Marie Luise Kaschnitz, Agnes Miegel und Erika Runge.

Fünf Frauen, die während und nach der Nazidiktatur schrieben. Jede entwickelte einen eigenen Stil, einen eigenen Ton. Jede beschäftigte sich mit den Zeiterscheinungen auf ihre Weise und reagierte literarisch oder journalistisch erzählend, im Gedicht oder wissenschaftlich analytisch.