Theater

Eine Theaterinstallation

mit Texten von Anita Augspurg, Elsa Brändström, Marie Curie, Ricarda Huch, Clara Immerwahr, Editha Klipstein, Annette Kolb, Käthe Kollwitz, Helene Lange, Else Lasker-Schüler, Rosa Luxemburg, Alice Schalek, Virginia Woolf und Clara Zetkin.

Bühneninstallation: Auf zwei Leinwänden werden Filmaufnahmen von 80- bis über 90-jährigen Frauen zu sehen sein. Sie schildern, was ihre Mütter vom Ersten Weltkrieg berichteten. Diese Erzählungen stellen wir den Aussagen, Tagebuchaufzeichnungen, Prosatexten oder Gedichten berühmter Frauen der Zeitgeschichte gegenüber, die die Performerin von einem Sessel aus vorträgt, dessen Sitzfläche sie mit den verlesenen und protokollierten gehörten Texten zunehmend aufpolstert. Ein Musiker begleitet die Aufführung.

Was dachten, empfanden, fühlten diese Frauen, als es darum ging, allein zurechtzukommen? Wie schnell lernten sie, ein Unternehmen zu leiten, Verträge abzuschließen und all das zu tun, was ihnen bis dahin verboten war? Wie bewältigten sie die Angst, die Belastung durch Familie, Kinder, Alte, Arbeit, Tod, Hunger und die Bedrohungen durch den Krieg?

Die meisten dieser Mütter und Großmütter erlebten später noch den Zweiten Weltkrieg und standen erneut vor den Trümmern ihrer Gesellschaft, ja ihres Lebens.

Die Theaterinstallation soll auch ohne Performance im öffentlichen Raum bis 2018 gezeigt und gehört werden.

Nach der Erzählung von Georg Büchner

Ein cross-mediales Projekt mit Jugendlichen

Zwanzig Tage im Leben von Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 - 1792). Georg Büchners Erzählung „Lenz“ behandelt authentische Ereignisse um den jungen Dichter. Lenz ist außer alle soziale Zusammenhänge geraten und psychisch an einem Tiefpunkt angelangt. Seine wegweisende, seiner Zeit vorausgreifende künstlerische Arbeit wird wenig beachtet und erfährt kaum Anerkennung. Die großen, von ihm bewunderten Dichterkollegen wie z. B. Goethe, verlieren die Geduld mit seiner sozial und politisch ungeschickten Art und lehnen ihn ab. Er reist in das entlegene Waldersbach im Steintal zum Pfarrer und Sozialreformer Oberlin, um sich wieder zu fangen und einen Weg für sich zu finden.

Regie: Barbara Englert; Textfassung und Dramaturgie: Jutta Kaußen; Film und Bühneninstallation: Pola Sell; Choreographische Beratung: B-Shoo ; Musik: Bastian Kämmer; Technik und Lichtdesign: Johannes Schmidt; Assistenz: Fabian de Hair; Hospitanz: Meltem Hacibayramoglu.

Es spielen: Ishak, John, Lea, Lena, Luc, Philipp (u. a. im Film)

Premiere am 5. September 2013 in der jugend-kultur-kirche st. peter, Frankfurt am Main

Weitere Vorstellungen am 18. und 19. September 2013 und am 12. und 13. Dezember 2013, jeweils 19.30h

Barbara Englert spielt und erzählt ein Märchen von den Brüdern Grimm

Das Märchen vom leichtsinnigen und fröhlichen Bruder Lustig gehört zu den weniger bekannten der Brüder Grimm und ist für Viele eine Entdeckung.

Der Krieg ist vorbei und der Bruder Lustig, der als Soldat gedient hat, wird mit nur vier Kreuzern und einem Brötchen entlassen. Ihm droht große Not. Trotzdem verschenkt er, ohne zu zögern, drei seiner Kreuzer an einen Bettler am Wegesrand. Was er nicht weiß: es war jedes Mal der Heilige Petrus, der ihn prüfen wollte. Beide ziehen zusammen weiter und erleben haarsträubende Abenteuer ...

Deutsche Erstaufführung

Vom Wohnzimmerfenster aus beobachten ein junges Paar und ein Freund einen Stalker im Hof, der einer Nachbarin nachstellt. Was als harmlose Feierabendbeschäftigung beginnt, eskaliert plötzlich, als sie selbst in das Visier des Stalkers geraten. Nun versuchen sie, mit den seltsamsten Mitteln den Verstrickungen von Terror und subtiler Gewalt zu entkommen. Verstand und Logik bleiben dabei auf der Strecke, komische, groteske und peinliche Situationen wechseln einander ab.

Mit Thomas Hupfer, Victoria Schmidt und Cyril Elias Sjöström

Regie: Barbara Englert; Dramaturgie: Jutta Kaußen; Klang und Bühne: Jonas Englert; Video: Gilda Weller.

Collage aus dem Werk von Peter Weiss

Eine Produktion des Frankfurter Autorentheaters in Kooperation mit dem Gallus Theater Frankfurt

Mit unserem Theater-Projekt wollen wir an den Frankfurter Auschwitzprozess (1963-1965) erinnern. Peter Weiss hat als Zuhörer teilgenommen. Er war für ihn ein entscheidender Wendepunkt in seinem Selbstverständnis als aus Deutschland emigrierter Autor mit jüdischen Wurzeln.

Mit: Edgar M. Böhlke, Barbara Englert, Christine Dreier, Doris Fisch, Rosemarie Heller, Nedret Cinar, Thomas Schmitt-Zijnen.

Performance, Gesang: Annette Kohler-Welge; Musik: Beate Jatzkowski; Dramaturgie: Lena Meckler; Bühnenbild: Clemens Teichmann.

Regie: Ulrich Meckler

Bettina Brentano und Karoline von Günderrode. Tanztheater

Mit Musik und Texten der beiden Dichterinnen 

 

 

 

Bettina Brentano und Karoline von Günderrode sind eines der berühmtesten Freundinnenpaare der Kulturgeschichte. Ihre Freundschaft beginnt in Frankfurt: In ihrer Phantasie treten sie große Reisen an und überschreiten die enggezogenen Grenzen ihrer Welt. Fröhlich-spielerisch macht die eine hochfliegende Pläne, die andere schreibt sehnsüchtige Gedichte und exotische Dramen.

Neuinszenierung für das Romantik-Programm im Cantate-Saal Frankfurt am 27., 28. und 29. März 2014

Regie: Barbara Englert; Texte: Bettina von Arnim, Karoline von Günderrode; Konzeption, Textmontage und Dramaturgie: Jutta Kaußen; Musik: Jaspar Libuda, Kontrabass (unter Einbeziehung kompositorischer Motive von Bettina von Arnim, geb. Brentano); Lichtinstallation: Johannes Schmid; Film: Gudrun Frank-Wissmann; Choreographie: Barbara Englert, Haruka Kawauchi, Moeko Tokieda.

Sprecherin, die ältere Bettine: Barbara Englert; Tänzerin, die junge Bettine: Moeko Tokieda; Tänzerin, Karoline: Haruka Kawauchi; Friedrich Creuzer: Jaspar Libuda

Satirisches Diskurs-Theater

Ohne Leiche kein Krimi, stellt die arbeitslose Schauspielerin fest, als sie eine in einem Tatort spielen soll. Ganz klar ist dies die wichtigste Rolle. Und weil sie sich immer gründlich vorbereitet, stellt sie Fragen und forscht nach. Sie stößt auf ungewöhnliche Personen, die kuriose Geschichten erzählen. Was macht die Faszination der Leiche aus? Und warum hat Michael Jackson die Leiche von James Brown geküsst?

Inszenierung: Barbara Englert; Dramaturgie: Jutta Kaußen; Sound-Installation und Bühne: Jonas Englert. Alle Rollen: Barbara Englert

Ein ganz besonderes Konzert für Kinder ab 8 Jahren und für Erwachsene. Live im hr Sendesaal

Das Antares-Ensemble spielt die Bläserfassung von Mendelssohn-Bartholdys „Ein Sommernachtstraum“.

Die Schauspielerin Barbara Englert und das Antares-Ensemble laden ein zu einer Reise in die Märchenwelt der Elfen, Rüpel und Kobolde. Barbara Englert schlüpft in viele verschiedene Rollen der Shakespeare-Komödie und spielt – in einer Neuübersetzung von Jutta Kaußen – die verwickelte Geschichte von Verzauberungen, Irrtümern und einem großen Happy End.


Auf Tauris kommt es zu einem politischen und persönlichen Konflikt. König Thoas versucht die Priesterin Iphigenie zu zwingen, zwei Fremde auf dem Altar zu opfern. Einer der beiden Männer ist ihr Bruder Orest, der wegen Muttermordes von den Rachegöttinnen verfolgt wird. Soll Iphigenie den alten Familienfluch erfüllen und den Bruder töten, oder soll sie Thoas hintergehen und sich mit ihren Schutzbefohlenen in Sicherheit bringen? Krieg droht. Da wagt Iphigenie das Ungewöhnliche und — gewinnt.

Alle Rollen: Barbara Englert; Dramaturgie und Spielfassung des Textes: Jutta Kaußen; Video: Gudrun Frank-Wissmann und Uschi Madeisky; Bühneninstallation: Cornelia Falkenhan. Spieldauer: ca. 100 Minuten plus Pause.

Wie kommt man von 68 auf Hartz IV?

Die 47-jährige Philosophin, der 37-jährige Grafiker und der 27-jährige Physiker, alle Hartz IV Empfänger, leben zusammen in einer Wohngemeinschaft, sie teilen sich 60 qm und versuchen ihre Situation von 68 her zu begreifen. Das Theaterstück der jungen Autorin Anna Stein setzt sich humorvoll mit der heutigen Politik und den Visionen von damals auseinander. „Wir haben sie so geliebt die Revolution!"

Regie: Kirsten Uttendorf. Mit: Barbara Englert, Natanael Lienhard, Philipp Sebastian; Musik: Ina Kleine-Wiskott; Bühne: Cornelia Falkenhan.

Schillers berühmtes Drama über Leben und Tod der französischen Freiheitsheldin Jeanne d’Arc, über einen Heiligen Krieg, Ideale, Utopien und das Scheitern an der Wirklichkeit.

Spielfassung von Wolfgang Spielvogel; alle Rollen: Barbara Englert.
Spielzeit plus Pause: 75 Minuten.

Ein Stück über Leben und Tod von Petra Kelly, über ihre und unsere Ideale, Utopien und das Scheitern an der Wirklichkeit. Von Wolfgang Spielvogel.

Regie: Wolfgang Spielvogel; alle Rollen: Barbara Englert.

Spielzeit: 90 Minuten plus Pause.

nach einer Erzählung von Christa Wolf

Eine Theaterinstallation mit Video und musikalischen Variationen

"Ich habe immer mehr an Bildern gehangen als an Wörtern. Vor den Bildern sterben die Wörter"

Nach dem Ende des trojanischen Krieges wird Kassandra als Gefangene der Griechen nach Mykene verschleppt. Im Angesicht des Todes wirft sie einen Rückblick auf ihr Leben. Sie enthüllt, dass ihre alte nicht mehr existierende Heimat ein Konstrukt von Lügen, Missbrauch und Gewalt war.

Christa Wolfs Erzählung Kassandra entstand Anfang der 80er Jahre auf dem Höhepunkt der nuklearen Aufrüstung und des Kalten Krieges. Über die Erinnerungen und die Innenschau ihrer Figur schildert die Autorin gesellschaftliche Bewußtseinsprozesse.

Regie: Kirsten Uttendorf; Kassandra: Barbara Englert; Videoinstellation: Melanie Gärtner; Musik: Jan Gerdes – solosymphonie productions; Kostüme: Antonia Lattemann; Dramaturgie/Text/Bühne: Anna Schönberger; Regieassistenz: Johanne Schröder