Prozess Auschwitz Peter Weiss

In seinem weltweit aufgeführten und zum Standardrepertoire des Nachkriegstheaters zählenden Stück „Die Ermittlung“ hat Peter Weiss dem Frankfurter Auschwitz-Prozess ein literarisches Denkmal gesetzt. Auch in seinem epischen Hauptwerk, der „Ästhetik des Widerstands“, sind die Genozide durch die Nazis eines der großen Themen. Das posthum aufgeführte Werk „Inferno“ handelt von der Verdrängung der Verbrechen des Naziregimes durch die saturierte Nachkriegsgesellschaft, übertragen auf die Rückkehr des vertriebenen Dante nach Florenz. Der Essay „Meine Ortschaft“, in dem er einen Besuch in Auschwitz beschreibt, entstand im Zusammenhang mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess.

Auch der Ort, an dem unsere Aufführung stattfinden soll, hat eine historische Bedeutung: die Adler-Werke im Gallus-Viertel waren nach Ihrer Zerstörung gegen Endes des Krieges und Auflösung des dortigen Zwangsarbeiterlagers Ort eines kurz bestehenden KZ mit dorthin verschleppten Gefangenen aus Auschwitz, Buchenwald und anderen KZ. Das Bürgerhaus Gallus, einer jener schmucklosen, unauratischen Bauten der 60er Jahre, war der benachbarte Ort, in dem der Auschwitz-Prozess stattfand.

An diesem Ort und diesem Zeitpunkt verdichtete sich Geschichte auf einen Punkt.

Darsteller:                        Edgar M. Böhlke; Barbara Englert; Annette Kohler-Welge; N. Cinar; D.Fisch;

                                     C.Dreyer; R.Heller; T.Schmitt

Musik:                             Beate Jatzkowski; Bühne: Clemens Teichmann

Regie:                             Ulrich Meckler

Weitere Informationen

  • Veranstaltungszeitpunkt:

    Premiere am 6. November 2013, weitere Vorstellungen: 7. und 8. November, jeweils 20 Uhr

    Wiederaufnahme am 28.2. und 1.3.2014

  • Veranstaltungsort:

    Gallus Theater Frankfurt

    Kleyerstraße 15

    60326 Frankfurt am Main

     

  • Kontakt:

    Telefon: 069/ 75 80 60 -20

    www.gallustheater.de

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