Kunstprojekte

Μια εγκατάσταση ντοκιμαντέρ

από την Barbara Englert και τη Leonie Englert

Για το πρότζεκτ «Αλησμόνητα»

Η Κρήτη, λίκνο της Ευρώπης στην ελληνική μυθολογία, γεωγραφικά τοποθετημένη ανάμεσα σε Ευρώπη, Ασία και Αφρική, έπρεπε να πληρώσει επανειλημμένα αυτή τη μοναδική της θέση στην Ιστορία με επιθέσεις και κατοχή. Στη νεότερη ιστορία οι γυναίκες και οι άντρες της Κρήτης αγωνίστηκαν να επιβιώσουν από την εισβολή των Γερμανών κατακτητών. Με τις συνέπειές της έρχονται ως και σήμερα αντιμέτωποι. Η Κρήτη είναι αγαπητή στους Βορειοευρωπαίους και ιδιαίτερα στους Γερμανούς ως προορισμός διακοπών. Ενώ για τον κρητικό λαό η εισβολή και τα ασύλληπτα εγκλήματα πολέμου των Γερμανών είναι ακόμη νωπά, για τους Γερμανούς τουρίστες είναι ως επί το πλείστον άγνωστα. Αυτή η άγνοια για τις φρικαλεότητες των Γερμανών κατακτητών όπως επίσης η δική μας έλλειψη πλήρους εικόνας των γεγονότων καθιστά για εμάς την επεξεργασία τους απολύτως αναγκαία.

Η «Επιχείρηση Ερμής» ήταν η μεγαλύτερη αεραποβατική επιχείρηση στην Ιστορία. Εκατοντάδες γερμανικά μαχητικά αεροπλάνα βομβάρδισαν πόλεις της Κρήτης. Τα βομβαρδιστικά διαδέχτηκαν εκατοντάδες καταδιωκτικά και μεταγωγικά αεροπλάνα από τα οποία έπεσαν περίπου 20.000 αλεξιπτωτιστές. Κατά τη διάρκεια της επίθεσης σχεδόν όλοι οι Κρητικοί σε μάχιμη ηλικία βρίσκονταν ακόμα στην ηπειρωτική χώρα, καθώς είχε καθυστερήσει η οπισθοχώρηση από το αλβανικό μέτωπο. Παρόλα αυτά υπήρξε αντίσταση από την ευρεία μάζα του πληθυσμού: Γυναίκες, ηλικιωμένοι και παιδιά πολέμησαν εναντίον των αλεξιπτωτιστών. Αμύνθηκαν με ό,τι είχαν, όπως παλιά όπλα, δρεπάνια, δίκρανα, δοκάνες, μπαστούνια, πέτρες. Οι γυναίκες στην Ιστορία πολύ συχνά υποτιμώνται, μένουν ως επί το πλείστον αθέατες και η σημασία τους γενικά έχει ελάχιστα τεκμηριωθεί. Έτσι και οι γυναίκες στην Κρήτη οι οποίες αντιστάθηκαν στη γερμανική κυριαρχία, δεν εμφανίζονται σχεδόν καθόλου στην καταγεγραμμένη ιστορία. Ενώ ήταν ακριβώς αυτές που αντιτάχθηκαν πρώτες στους κατακτητές.

 

von Pola Sell und Barbara Englert

Lenz, der Dichter und Außenseiter, der, den man nicht versteht und nicht haben will und der dadurch eigenartig wird.

Drei Monate lang haben Barbara Englert und ihr Team mit jugendlichen KünstlerInnen (Musiker, Poetry Slamer, Sprayer, Tänzer...) an Georg Büchners Erzählung „Lenz“ gearbeitet und diese Zusammenarbeit Ende 2013 an sechs Abenden auf die Bühne gebracht. Die gesamte Produktion wurde von der Filmemacherin Pola Sell begleitet. Der daraus entstandene Film portraitiert sieben Jugendliche, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und zeigt den Prozess einer kollektiven, persönlichen wie künstlerischen Auseinandersetzung mit dem noch immer aktuellen Thema des Außenseitertums.

Wo erkennen sich die Jugendlichen im Lenz wieder? Was gibt es für Gemeinsamkeiten? Was für Vorstellungen und Wünsche haben sie? Wo sehen sie sich in ein paar Jahren?

 

 

Eine Bild-Ton-Text-Schau von Alexander Paul Englert und Jutta Kaussen

Die Fotos von Alexander Paul Englert, in einem Zeitraum von 20 Jahren in der Stadt Frankfurt aufgenommen, erzählen viele kleine und große Geschichten vom Alltag in der Stadt. Von einer ganz anderen Seite her tun das auch die Statistiken und die veröffentlichten Bürgerbefragungen. Die Bild-Ton-Text-Schau bringt etwa 250 Fotos mit den Texten und Zahlen der Statistiken zusammen: Sie kollidieren miteinander, umspielen einander oder kommentieren sich wechselseitig. Dabei entstehen überraschende, fantasievolle und komische Bedeutungsvarianten.

Fotos: Alexander Paul Englert; Konzept und Bild-Textmontage: Jutta Kaussen; Musik: The Dead Brothers - Mit freundlicher Genehmigung von: Voodoo Rhythm Records; Sounddesign: Rafael Sotomayor; Filmmontage: Studio Englert; Texte: Statistisches Jahrbuch der Stadt Frankfurt und veröffentlichte Bürgerbefragungen.

Die DVD erscheint in Kürze bei SPQ Frankfurt. ISBN 978-3-929180-11-4 Preis: 18 € Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Wir danken: Helmut M. Bien, Torsten Blank, Alain Croubalian, Barbara Englert, Jonas Englert, Lysander Gelewski, Jan Gerchow, Jesse Kaya, Susanne Kujer, Sören Messwarb, Franziska Mucha, Jens Pruditsch, Tim Weber.

Wir danken für großzügige Unterstützung der Projektion vor der Baustelle des historischen museums frankfurt: FAZIT-STIFTUNG, Galeria Kaufhof Hauptwache, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Lenz Weber Ingenieure, Metzler-Stiftung, Sparda-Bank.

Alexander Paul Englerts Fotografien zeigen herausragende Autorinnen und Autoren in Alltagsszenen oder an Orten, die den Impuls zur Produktion eines literarischen Textes gegeben haben. Gemeinsam mit den Autoren wurden diese Fotografien als „authentische Fälschungen“ inszeniert.

Mit den Autorinnen und Autoren: Arnfrid Astel, María Cecilia Barbetta, Paulus Böhmer, Ann Cotten, Ulrike Draesner, Gerhard Falkner, Michaela Falkner, Marjana Gaponenko, Wilhelm Genazino, Oliver Grajewski, Durs Grünbein, Bodo Kirchhoff, Angela Krauß, Ursula Krechel, Michael Krüger, Hanne Kulessa, Dea Loher, Ulli Lust, Andreas Maier, Olga Martynova, Robert Menasse, Martin Mosebach, Emine Sevgi Özdamar, Steffen Popp, Angelika Reitzer, Monika Rinck, Verena Roßbacher, Silke Scheuermann, Clemens J. Setz, Ingo Schulze, Raoul Schrott, Josef Winkler.

Fotografien: Alexander Paul Englert
Künstlerische Mitarbeit: Barbara Englert
Konzeption und Organisation: Jutta Kaußen

Das Buch zur Ausstellung erschien im Wienand Verlag, Köln.

MOMENTUM. Dichter in Szenen. 120 Seiten mit 86 farbigen Abb.19 x 26 cm, Gebunden.

Preis: EUR 24,80 ISBN 978-3-86832-077-0

von Walter Benjamin

In der U1 vom Südbahnhof bis zur Nordweststadt. Im Frühjahr 2010 an einem Dienstag um die Mittagszeit.

Eine Aktion von und mit Barbara Englert. Kamera: Enno Schmidt; Schnitt: Jonas Englert.

Der Film

Dokumentation eines Theaterprojektes mit Schülerinnen und Schülern der SchuB-Klasse der Haupt- und Realschule Innenstadt, Frankfurt.

Uraufführung am 11. Dezember 2009, 15 Uhr, im Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main, Schaumainkai 41.

Film, Dokumentation und Aufzeichnung der Premiere: Felix Rudolph von Niebelschütz, Offener Kanal Offenbach.

Das Stück: Im Alter von 23 Jahren schrieb Friedrich Schiller Don Karlos, ein Stück, das geradezu prädestiniert ist für diese Jugendlichen von heute, die im Herbst 2009 angetreten waren, ihren Hauptschulabschluss nachzuholen. Darin geht es um Freundschaft, Liebe, Treue, Ehre, Verrat, Macht und Hoffnung. Es enthält genauso einen Vater-Sohn-Konflikt, eine Mutter-und-Sohn-Beziehung und es geht um die Rolle der Frau, um Unterdrückung und Religion.

Regie: Barbara Englert; Dramaturgie: Jutta Kaußen; Bühne und Kostüme: Margarete Rose; Musik: Jonas Englert; Textarbeit mit den SchülerInnen: Katharina Ackermann.

 

Kreta, in der griechischen Mythologie die Wiege Europas, geografisch gelegen zwischen Europa, Asien und Afrika, musste diese einmalige Position in der Geschichte wiederholt mit Aggression und Besetzung bezahlen. In seiner neueren Geschichte kämpften die Kreter_innen, um unter der Invasion der deutschen Besatzer zu überleben und sie müssen noch heute mit den Folgen umgehen. Kreta ist als Urlaubsziel bei Nordeuropäer_innen und besonders bei Deutschen beliebt. Während Invasion und unvorstellbare Kriegsverbrechen der Deutschen der kretischen Bevölkerung noch gegenwärtig sind, sind sie den deutschen Tourist_innen meist unbekannt. Diese Unwissenheit über die Gräueltaten der deutschen Besatzer und ebenso unsere eigene Ahnungslosigkeit macht ihre Aufarbeitung für uns dringend notwendig.

Das „Unternehmen Merkur“ war die größte Luftlandeoperation der Geschichte: Hunderte von deutschen Kampfflugzeugen bombardierten kretische Städte. Den Bombern folgten Hunderte von Jagd- und Transportflugzeuge, aus denen etwa 20.000 Fallschirm- und Gebirgsjäger absprangen. Nahezu alle Kreter im kriegsfähigem Alter befanden sich während des Angriffs noch auf dem Festland, da sich der Rückzug von der albanischen Front verzögert hatte. Dennoch gab es Widerstand, getragen von der breiten Masse der Bevölkerung: Frauen, Alte und Kinder kämpften gegen die Fallschirmspringer. Sie wehrten sie sich mit allem, was sie hatten, z.B. alten Waffen, Sicheln, Mistgabeln, Dreschflegeln, Stöcken, Steinen.

Frauen in der Geschichte werden allzu oft ausgeblendet, bleiben meist unbeachtet und dadurch ist ihre Bedeutung im Allgemeinen wenig dokumentiert. Auch die Frauen auf Kreta, die der deutschen Besatzungsherrschaft Widerstand leisteten, kommen in der Geschichtsschreibung kaum vor. Dabei waren es gerade sie, die sich zuerst  den Besatzern entgegenstellten.

 

Der große Krieg und die Frauen

 

 

 

 

Eine Collage von Barbara Englert

Mit zahlreichen Abbildungen
268 Seiten
Format 170 x 240 mm
Klappenbroschur
ISBN: 978-3-945400-42-5
24,00 
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