Nach den Tagen des Zorns

Keine der fünf Frauen entspricht einem Klischee, doch ist jede auf ihre Weise repräsentativ. Eine Zeile aus dem Gedicht Rückkehr nach Frankfurt von Marie Luise Kaschnitz, Nach den Tagen des Zorns, stellt die Frage des Weiterlebens nach den Zerstörungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens durch die Faschisten und der Katastrophe des 2. Weltkriegs. Alle fünf Frauen fragen nach der Möglichkeit zu lieben, nach Gerechtigkeit, Emanzipation und der gesellschaftlichen Stellung der Frau. Fragen, die heute an Aktualität nicht verloren haben, im Gegenteil. Obwohl 1949 das Grundgesetz in Kraft trat, das die Gleichberechtigung von Männern und Frauen festschrieb, konnte z. B. bis 1977 der Ehemann seiner Frau die Berufstätigkeit verbieten. Bis heute verdienen Frauen 25% weniger als Männer und von Armut betroffen sind vor allem alleinerziehende Mütter und ihre Kinder.

"Zu irgendeiner Zeit und auf irgendeine Weise muss man es erfahren. Entweder man ist noch ganz jung oder man ist gar nicht mehr jung. Aber einmal muss man es erfahren, auf jeden Fall. Muss man was erfahren, fragen Sie. Dass die Existenz des Menschen eine tragische ist, sage ich." Marie Luise Kaschnitz

Die Veranstaltung fand am 5. 4. 2009 um 16 Uhr im Historischen Museum Frankfurt am Main, Saalgasse 19 statt.

Fotos von Petra Welzel

  • Aktuell in Kunstprojekte

    EINGEBRANNT - Frauen auf Kreta 1941-1945 Dokumentarfilm

    • Veranstaltungszeitpunkt:

       

      24. Januar 2020  19.00
      filmklubb Offenbach
      Isenburgring 36
      63069 Offenbach am main
      Einlass und Speisen 19 Uhr
      Filmstart 20 Uhr
      Karten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

       

      28. Januar 2020  20.15 Uhr
      Capitol
      "Greek week" im Rahmen der Globale Mittelhessen
      Biegenstraße 8
      35037 Marburg
      Tel: 06421/17300

       

      20. Februar 2020  19.00
      Kulturzentrum Pavillon
      Lister Meile 4
      30161 Hannover
      Tel: 0511 2355550

       

      26. Februar 2020  19.30 Uhr
      Haus der Begegnung
      Synagoge Meisenheim
      Saarstraße 3
      55590 Meisenheim